Aroma-Oele

Streicheleinheiten für Körper Geist und Seele!

Text: Eleonore Wolf

Aromaöle steigern das allgemeine Wohlbefinden und werden seit alters her ausser in der Duftlampe zu Heilzwecken eingesetzt. Wissenschaftlich nachgewiesen wirken Gerüche auf die Psyche des Menschen. Düfte sind sozusagen das Tor zu unserer Seele, sie beeinflussen Erinnerung und Gemüt und steigern Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit nachhaltig. Depressionen können sich in Selbstsicherheit und körperliches Wohlbefinden verwandeln. Neben der positiven Wirkung auf Krankheitssymptome ist gleichzeitig ein harmonisierender und stabilisierender Einfluß auf Psyche und Gesamtbefindlichkeit des Menschen zu verzeichnen. Nicht nur das Aufstellen einer Duftlampe, sondern der gezielte Einsatz der Ätherischen Öle bei Beschwerden in Form von Einreibungen, Wickeln, Auflagen, Inhalation, Teil- und Vollbädern können Hilfe bringen.

Ätherische Öe, die hundert Prozent naturrein und pflanzlicher Herkunft sind, kann unser Körper leicht um- bzw. abbauen. Naturreine Aromaöle werden gut über die Haut und Schleimhäute aufgenommen. Sie sind hautfett-löslich, gelangen in die Blutbahn und erreichen so die einzelnen Organe. Ätherische Öle übertragen sozusagen ihre natürliche Heil- und Schutzfunktion auf den Menschen. Sie helfen Gift auszuscheiden, regen die Selbstheilungskräfte an und schützen vor krankmachenden Mikroben. Sie bekämpfen Bakterien, Viren und teilweise sogar Pilze. Die größten keimtötenden Kräfte besitzt übrigens Teebaumöl und Weihrauch, die einigen Antipilz- und Desinfektionsmitteln sogar überlegen sind. Bei klimakteriellen Beschwerden können Fenchel, Muskatellersalbei, Salbei helfen. Auch wenn man es schwer glauben kann, dass eine äusserliche Bauchmassage den Darm erreicht und hilft - es ist so, und es ist zu erklären: Die Haut leitet die ätherischen Stoffe über das Nervensystem an die darunterliegenden Organe weiter. Der zweite Weg geht über Nase und Geruchssinn. Er ist der einzige Sinn, der unmittelbar mit dem lymbischen System in Verbindung steht. Das lymbische System ist der Teil im Gehirn, in dem die Gefühle sitzen. Das erklärt auch warum Düfte gefühlsbetonte Gedanken wecken.

Essenzen wie Lavendel, Neroli; Rose und Ylang-Ylang wirken auf die Psyche und sind ein Seelenbalsam bei Stress und Unruhe.

Jasmin gilt als euphorisierend und als Geheimtip gegen Depressionen und Ängste.

Einige Essenzen stimulieren die Erneuerung von Körperzellen (Lavendel, Geranie, Ysop, Salbei).

Bestimmte Duftöle wirken auf die Libido, indem sie die Lebensenergie, Sinnlichkeit und Sexualität anregen. Die stärksten Aphrodisiaka sind Ylang-Ylang, Jasminund Rose.

Weiterhin wirken ätherische Öle heilend, indem sie die Gehirnfunktion anregen oder dämpfen. Bewusstheit, Logik, Aufmerksamkeit, Konzentration und Intuition werden beeinflußt. Um mit den Essenzen gute Heilwirkungen zu erzielen ,achten Sie auf 100% naturreine ätherische Öle.

Wie erkennt man gutes ätherisches Öl?

Wenn Sie mit ätherischen Essenzen gute Heilwirkungen wollen, müssen Sie Folgendes wissen: Achten Sie unbedingt darauf, dass es sich um 100% naturreine ätherische Öle handelt. Der Begriff >naturrein< ist rechtlich geschützt und bedeutet so viel wie >~unverfälscht~< Synthetische Nachbildungen haben keinen Heilwert.

Haltbarkeit und Lagerung

Optimal ist eine kühle und dunkle Lagerung bei 8 und 12 'C. Achtung: Eine milchige Trübung des ätherischen Öls ist ein Zeichen von Alterung. Verwenden Sie solche Öle auf keinen Fall mehr auf der Haut sie können massive Reizungen hervorrufen. Ätherischen Öle halten zwischen fünf und zehn Jahre, manche sogar bis zu 20 Jahre. Ätherische Öle immer kindersicher aufbewahren! Aromaöle sind leicht entzündlich. Die Flaschen dürfen also nicht mit offenem Feuer in Berührung kommen.

Anwendung

Duftlampe: Zur Aromatisierung von Wohn-, Arbeits-und Geschäftsräumen geben Sie in die Schale etwas Wasser und 3 bis 15 Tropfen ätherisches Öl. Lassen Sie eine Duftlampe jeweils nur ein paar Stunden brennen. Eine ständige Beduftung der Räume kann Kopfschmerzen und Übelkeit verursachen

Inhalieren: Das Inhalieren Ätherischer Öle ist ein altes Hausmittel gegen Atmungs- probleme. Bei Schock, Kreislaufversagen oder akuten Atemproblemen träufeln Sie insgesamt drei bis sechs Tropfen einer Essenz auf ein Tuch und atmen dreimal tief durch. Für ein Gesichtsdampfbad geben Sie heißes Wasser in eine Schüssel und drei bis vier Tropfen Essenz dazu. Bei stark wirksamen Ölen wie z. B. Thymian, Minze, Pfeffer oder Zimt ist ein Tropfen genügend. Schließen Sie nun die Augen, decken Sie ein Handtuch über den Kopf, und atmen den Dampf ein. Achtung: Nicht anwenden bei Asthma.

Bäder: Bei einem aromatischen Bad gelangen die ätherischen Öle über Nase und Haut in den Körper. Lassen Sie Wasser in die Wanne laufen, bevor Sie die ätherischen Öle zugeben, damit diese nicht vorzeitig verdunsten. Für ein normales Bad genügen fünf bis zehn Tropfen ätherisches Öl. Bei stark durchblutungsfördernden Essenzen wie Zitrusölen sind ein bis drei Tropfen ausreichend. Um Hautreizungen zu vermeiden, sollten die Ätherischen Öle auch als Badeessenz immer in einer Trägerlösung verdünnt werden. Dazu lösen Sie die Öle in einigen Esslöffeln Sahne, einem Teelöffel Honig, einigen Esslöffeln fettem Pflanzenöl oder in neutraler Seife als Emulgator auf.

Kompressen: Für eine Gesichtskompresse geben Sie etwa fünf Tropfen ätherisches Öl in ein Gefäß mit warmem Wasser. Tränken Sie ein sauberes Tuch mit dem aromatisierten Wasser, wringen Sie es aus, und legen Sie es auf das Gesicht. Besonders geeignet für Gesichtskompressen sind entspannende Aromaöle: Geranie, Neroli, Rose oder Lavendel.

Massage: Hierbei gelangen die Essenzen über die Poren der Haut ins Gewebe, in das Lymphsystem den Blutkreislauf und die Organe. Innerhalb von 60 bis 120 Minuten werden die Substanzen von der Haut aufgenommen. Für ein Körper- und Massageöl verwenden Sie 100 Milliliter kaltgepresstes Pflanzenöl und etwa 15 bis 20 Tropfen ätherisches Öl.

Küche: Vor allem die ätherischen Gewürzöle eignen sich zur Aromatisierung von Speisen und Getränken. Geben Sie acht bis zehn Tropfen ätherisches Öl auf 100 Milliliter Basisöl (z. B. Sonnenblumenöl, Sesam- oder Olivenöl).

Die wichtigsten Basis/Trägeröle

Die wichtigsten Trägeröle sind Jojobaöl, Avocadoöl, Mandelöl, Macadamianussöl, Weizenkeimöl, Sesamöl, Hagebuttenkernöl, Hamöl, Olivenöl, Johanniskrautöl Haselnussöl und Aloe-vera-öl.

Gefahren der Aromatherapie

Ätherische Öle sind hoch konzentrierte und hochwirksame Substanzen, die einige Risiken und Nebenwirkungen haben können. Vorsicht bei Neigung zu Epilepsie! Folgende Essenzen können einen epileptischen Anfall hervorrufen und dürfen von Epileptikern nicht verwendet werden: Basilikum, Fenchel, Kampfer, Krauseminze, Salbei, Thuja, Ysop, Wermut, Zeder und Zypresse. Vorsicht! Diese Essenzen haben blutdrucksteigernde Wirkung: Rosmarin, Ysop, Salbei und Thuja. Nehmen Sie ein homöopatisches Mittel dann meiden Sie Kampher und Pfefferminze.

Weniger ist besser für Kinder

Kinder sollten grundsätzlich mit wesentlich geringeren Dosierungen behandelt werden. Geeignet sind hautfreundliche, beruhigende und duftende Essenzen wie Rose, Römische Kamille oder Lavendel in Hautöl oder als Badezusatz.

Hier einige Anwendungsmöglichkeiten:

Kräuteröle wie Rosmarin fördern die Durchsetzungskraft und geben dem Körper neue Kraft und Vitalität. Holz - und Wurzelöle wie Patschuli stärken unsere Körperenergie und Erdverbundenheit.

Entspannung und Beruhigung bei Kopfschmerzen:

1 Tropfen Basilikum 6 Tropfen Palmarosa, 3 Tropfen Muskatellersalbei.

Majoran ist eines der bestwirkenden Aromaöle gegen schmerzhafte Verkrampfungen der Muskeln, Muskelkater, Verstauchungen, Zerrungen und steife Gelenke. Es ist gefässerweiternd und hilft deshalb bei hohem Blutdruck, manchen Formen der Migräne sowie Kopfschmerzen

Gute-Laune-Düfte:Mandarine, Orange, Tolu, Grapefruit, Limette, Vanille-extrakt, Blutorange , Neroli, Petit Grain, Clementinier, Clementine, Kakaoextrakt,

Duftende Verführung -- Sinnlichkeit spüren : Rose, Mimose, Jasmin, Magnolienblüte, Narzisse, Sandelholz, Rosenholz, Vanilleextrakt, Tolu, Neroli, Ylang-Ylang, Patchouli, Vetiver, Iris, Akazienblüte