Ausreichend Schlaf

Schlafen

Schlafen gehört zur täglichen Routine und bringt uns die notwendige Erholung vom Tag. Der Schlaf entspannt den Körper und lässt die Seele zur Ruhe kommen. Schlafen ist aber auch für viele ein Problem. Knapp 30% aller Deutschen schlafen schlecht. Ob einem der Schlaf geraubt wird durch den schnarchenden Partner, oder ob es Gedanken sind, die einem nicht aus dem Kopf gehen wollen - mitunter kann es zu regelrechten Schlafstörungen kommen, die sich durch Einschlafstörungen oder Durchschlafstörungen bemerkbar machen.

Und fast jeder kennt den Morgen danach: Man fühlt sich müde, schlapp, hat am Tage Konzentrationsprobleme. Verlaufen diese Schlafstörungen über einen längeren Zeitraum, kann es zu ernsthaften Erkrankungen kommen. Viele greifen dann zu Medikamenten oder Alkohol, was dann neue Risiken in sich birgt: die Abhängigkeit.

Schlafphasen

Der Schlaf ist ein rhythmischer Vorgang. Anhand der Ableitung der Hirnströme im EEG (Elektroenzephalogramm) kann man die Schlaftiefe messen und anhand der Kurven verschiedene Schlafphasen unterscheiden.

Liegezeit : Sie erstreckt sich vom Zeitpunkt des sich zu Bett Legens bis hin zum entgültigen Einschlafen.

Nonremphasen : Die Frequenz der Gehirnaktivität nimmt ab. Man könnte auch sagen, das Gehirn kommt langsam zur Ruhe. Einen Tiefpunkt der Frequenz erreicht man nach ca. 40 Minuten. Traumaktivitäten gibt es nicht. Die Nonremphase dient in erster Linie der Muskelentspannung.

Remphase : Charakteristisch für die Remphase ist das typische hin und her Bewegen der Augen. Man kann das auch deutlich bei einem Schlafenden in dieser Phase beobachten. Daher kommt auch der Name REM = Rapid Eye Movement (auf Deutsch: schnelle Augenbewegung). Jede Remphase dauert ca. 20 bis 60 Minuten und kann sich 4 - 6 mal in der Nacht wiederholen. Die Frequenz der Gehirntätigkeit steigt wieder etwas an, um dann erneut in einer weiteren Nonremphase abzusinken. Schlafforscher stellten in Versuchen fest, dass Personen, die in der Remphase geweckt werden, häufiger von Träumen berichteten als Personen, die in anderen Phasen geweckt wurden. Daraus folgerten sie, dass die Remphase gleichzusetzen sei mit dem Träumen. Neuere Untersuchungen deuten aber darauf hin, dass wir in jeder Phase träumen, nur mit unterschiedlicher Intensität. In der Remphase erfolgt vor allem die sensorische Entspannung.

Schlafdauer

Wie lange ein Mensch schläft und mit wie viel Schlaf er auskommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Man weiß, dass Kinder besonders viel Schlaf brauchen, während z.B. ältere Menschen mit weniger Schlaf in der Nacht auskommen.

Eine Einteilung der Schlafzeiten ergibt

den Langschläfer mit 8-10 Std.

den Mittellangschläfer mit 6-8 Std. und

den Kurzschläfer mit 5-6 Std. pro Nacht.

Alle drei Schlaftypen bringen dem schlafgesunden Menschen die Erholung und Entspannung die er braucht. Entscheidend ist das Wissen um seinen eigenen Schlaftypus. Manche Schlafstörungen können nämlich daher kommen, dass der Betroffene eigentlich ein Kurzschläfer ist und immer viel zu lange im Bett bleibt. Die scheinbare Schlaflosigkeit wird dann falsch interpretiert.