Übergewicht?

Übergewicht, was tun?

Nimmt der Mensch mehr Energie in Form von Nahrung zu sich als er tatsächlich verbraucht, wird er im Laufe der Zeit übergewichtig. Wer abnehmen will, muß entweder weniger essen als er verbraucht oder seinen Energieverbrauch, z.B. durch Sport oder körperliche Arbeit deutlich steigern. Übergewicht betrifft je nach Altersgruppe bis zu 50% unserer Bevölkerung.

Was ist zu dick?

Von Übergewicht spricht man, wenn das Gewicht deutlich über dem Normalgewicht liegt. Das Gewicht wird neuerdings über den sogenannten Body-Mass-Index (BMI) errechnet:

Körpergewicht in kg

(Körpergröße)2 in m

Von einem Normalgewicht spricht man, wenn der BMI zwischen 18,5 und 24,9 liegt. Die Energiezufuhr und der Energieverbrauch des Körpers werden in Kilokalorien (kcal) oder Kilojoule (kJ) gemessen. Eine Kilokalorie entspricht 4,187 Joule. Der tägliche Kalorienbedarf ist abhängig von der Körpergröße und der täglichen Arbeit. Mit Hilfe von Kalorientabellen kann der Energiegehalt der Nahrungsmittel festgestellt werden. Ein erhöhter Bedarf besteht bei körperlicher Betätigung, im Wachstum, während der Schwangerschaft und Stillzeit.

Was sind die Folgen von Übergewicht ?

Stoffwechselstörungen (Diabetes, Gicht, Fettstoffwechselstörungen)

Das Risiko an Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Arterienverkalkung oder Venenleiden zu erkranken, steigt erheblich.

Gelenkerkrankungen durch Verschleiß, Rückenschmerzen

Tips und Ratschläge

Nehmen Sie sich für das Essen immer genügend Zeit, kauen Sie gut und führen Sie nebenher keine anderen Arbeiten aus.

Es sollten am besten fünf kleine Mahlzeiten am Tag eingenommen werden.

Vor dem Essen immer ein großes Glas Flüssigkeit trinken, das mindert den Appetit

 Bei jeder Diät mindestens 2-3 Liter Flüssigkeit am Tag trinken.

 Jede Diät sollte von regelmäßiger, körperliche Betätigung begleitet werden

 Diät-Fertiggerichte können ab und zu eine Mahlzeit ersetzen.

Formuladiäten sind Pulver, Granulate oder Getränke mit einem genau definierten Nährstoff-, Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Sie eignen sich für kurze Diäten um 2-3 Kilo abzunehmen oder um im Rahmen einer Diät einige Mahlzeiten zu ersetzen.

Appetitzügler mit chemischen Wirkstoffen wirken über das Gehirn appetitdämpfend. Wegen der Nebenwirkungen können viele Patienten diese Medikamente nicht nehmen (z.B. steigt der Blutdruck bei Hypertonie an). Auch bei gesunden Patienten können Nebenwirkungen wie zum Beispiel Nervosität auftreten

Gemeinsam mit anderen abzunehmen (z.B. bei Weight Watchers) kann den Willen zur Gewichtsabnahme stärken.

Die einzig sinnvolle Diät besteht aus einer kalorienreduzierten Mischkost, einer ausgewogenen Diät mit vielen frischen Produkten (z.B. Brigitte-Diät). Einseitige Diäten (z.B. Reisdiät, Hollywooddiät) sind nicht zu empfehlen, da sie meist einen Mangel an bestimmten Nährstoffen, Vitaminen oder Mineralstoffen erzeugen und nicht zu einer dauerhaften Umstellung der Ernährungsgewohnheiten führen.

Wichtig ist eine dauerhafte Umstellung der Ernährung, um Eßfehler in Zukunft zu vermeiden und das niedrigere Gewicht zu halten. Schon eine Gewichtsreduktion um 5 – 10 % kann Grunderkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes positiv beeinflußen.

Adressen:

Deutsche Adipositas-Gesellschaft

Sekretäriat

Blumenweg 1

89294 Oberroth

Telefon: 08333/ 4194

 

Dick und Dünn e.V.
Innsbrucker Straße 25
10825 Berlin
Telefon: 030/ 85449