Die Bitte eines Hundes !



  Viele Jahre durfte ich Dein treuer Begleiter sein.Du hast schon als Du mich beim Züchter abholtest
  meine Liebe gewonnen,ich lief Dir zu und Du nahmst mich in Deine Arme.Du hast Dir viel Mühe ge-
  geben aus mir einen wohlerzogenen Hund zu machen,in Kursen,die Du mit mir besuchtest lernte ich viel,
  aber auch Hundefreunde kennen.Wichtig war mir,dass Du viel gespielt hattest,ich habe dabei auch
  gewonnen.Du hast nie mit mir geschimpft oder mich gar geschlagen,wenn eine Übung von mir nicht
  gleich verstanden wurde.Unsere Bindung,wie die Kursleiter sagten,dabei war es Liebe,wurde immer
  inniger,wir wurden unzertrennliche Freunde,in Freud und auch Leid.Stolz ging ich mit Dir spazieren
  und freute mich ebenso wie Du,wenn ich ob meines gepflegten Aussehens und meiner Folgsamkeit,
  manchmal war sie nur Dir zu Liebe,bewundert wurden.
  Nun meine letzte Bitte an Dich.Die Zeit ist vergangen,Du wurdest aelter und ich alt.Ich bin zwar noch
  immer folgsam,aber das Spiel und der Spaziergang wird halt schon immer langsamer.Aber Du ver-
  stehst mich ja,bist Du doch viele Stunden,auch in der Nacht,nach einem Tierarztbesuch,wenn ich
  Schmerzen hatte,bei mir gewesen und die Schmerzen wurden gleich besser.Wir waren eben Freunde.
  Wenn nun mein Hundeleben zu Ende geht,bitte ich Dich,wenn es Dir möglich ist,mich auf den
  letzen Weg zu begleiten.Mein letzter Blick sollen Dir gelten bevor meine Augen brechen.
  Sei nicht so traurig, wenn Du einen Freund,vielleicht den besten,verloren hast
Leb wohl !



Treue bis in den Tod.



In einem der vielen grossen Wohnblöcken einer Grosstadt lebte ein älter,aleinstehender
Mann,den man immer in Begleitung seines Hundes,keinen Rassehund,sondern eben
einen lieben Freund,wie man aus dem Zusammenleben der beiden erkennen konnte.
Seine Umgebung grüsste den Mann,streichelten den Hund,manche gaben ihm einen
Leckerbissen.
Da eines Tages fiel einem Hausbewohner auf,dass Hund und Herrl schon einige Zeit
nicht mehr gesehen wurden.Der,darauf angesprochene Hauswart,ging zur Wohnungs-
tür und läutete an.Einmal,zweimal,aber es öffnete niemand nur ein leises Winseln
war zu hören.Nun rief man Polizei,Rettung,Feuerwehr,die Wohnung wurde aufge -
brochen und man fand einen Toten und einen halb verhungerten Hund,der niemanden
an sein Herrl heranlassen wollte und immer nur sein Gesicht und die Hände ableckte.
Endlich gelang es den Hund mit Futter einzufangen und seinen Besitzer zu untersuchen.
Der Arzt stellte fest,dass der Mann schon längere Zeit tot war und da man keinen
Angehörigen ausfindig machen konnte,wurde ein Armenbegräbnis angeordnet.Der
Hund,der in der Zwischenzeit von den Nachbarn Futter und Wasser bekam,suchte
sein Herrl immer wieder.
Der Tag der Beerdigung war gekommen und plötzlich tauchte der Hund auf dem
Friedhof auf.Hunde haben laut Vorschrift auf einem Friedhof nichts verloren und
so wurde er vertrieben.Doch er kam immer wieder zum Grab seines Herrls.Wurde
vertrieben und kam wieder und legte sich zum Grab seines Herrls.Er wurde dünner
und dünner,es wurde kalt,der Winter hielt seinen Einzug und eines Morgens fanden
Friedhofsbesucher den Hund auf dem Grab seines Herrls tot liegen.
Aber auch im Tod konnte er nicht bei seinem geliebten Herrl bleiben,denn der
Friedhofsverwalter rief den Schinder an und aus einem treuen Freund wurde Abfall.
Trotzdem war es Treue bis zum Tod.
  
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