Buffalos

hier Höhlenmalerei

 

Das Bison was das größte Tier der Ebenen und Prärien des amerikanischen Mittelwestens.

Es hatte sich gleichzeitig mit der natürlichen Umwelt der Prärie entwickelt und sicherte die Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts. Für die Prärieindianer hatte das amerikanische Bison große Bedeutung als Lieferant sowohl von Nahrungsmitteln als auch von Rohmaterialien für fast alle Gegenstände des täglichen Lebens. Bei der Besiedlung des Mittelwestens im 19. Jahrhundert war das Bison im Weg und wurde fast bis zur völligen Ausrottung gejagt.

Sie zogen einst in großen Herden über die Prärie, sie gaben den Indianern alles was sie zum Leben brauchten.

Sie jagten nur so viel wie es nötig schien,um genügend Vorräte für den Winter anzulegen- sie trockneten das Fleisch in der Sonne,bewahrten das Mark und Fett in den Häuten auf,verwendeten die Sehnen für ihre Bögen,machten aus den Hörnern Löffel und Becher,webten das Haar zu Stricken und Gürteln und gerbten die Häute,um daraus Zeltplanen,Kleidung und Mokassins anzufertigen.

Dann kam der weisse Mann und man schoss die Büffel aus lauter Langeweile und nahm so den Indianern ihre Lebensgrundlage.Von den zwischen 1872 und 1874 getöteten 3 700 000 Büffel wurden nur 150000 von den Indianern erlegt. Die Büffeljäger veranstallteten in dieser Zeit eine Massenschlächterei unter den Büffeln.

General Sheridan wurde 1874 gefragt was das sollte. Er erwiederte:,,Laßt sie sie töten,abhäuten und verkaufen,bis die Büffel ausgerottet sind; es ist die einzigste Möglichkeit,dauerhaften Frieden und eine Ausbreitung der Zivilation zu errreichen. Am 26.September 1874 zur entscheidenden Schlacht um die Büffel, obwohl es schon seit ca.3 Jahren immer wieder Kämpfe um die Bisons gegeben hatte, mit unterschiedlichen Erfolgen.

Da die Bisons fast ausgerottet waren entschloß sich der WWF die Tiere wieder in Ihrer angestammten Heimat wieder heimisch werden zu lassen. Die heutigen Indianer unterstützen diese Projekte tatkräftig und es werden bald wieder die Büffel,Bisons und Wiesende über die Prärie streifen, auf ihren alten angestammten Wegen.

Ein Bison taut auf, im Yellowstone National Park in Wyoming.

Als der amerikanische Westen besiedelt wurde, machten sich Jagdgesellschaften einen Spaß daraus, die prächtigen Tiere aus der neugebauten Eisenbahn heraus abzuschießen. Das größte einheimische Tier Nordamerikas war Ende des 19. Jahrhunderts so gut wie ausgerottet. 1941 wurden drei überlebende Bullen und 15 Kühe in Utah ausgesetzt, um sich zu vermehren. Zusammen mit einigen privaten Herden, darunter der des Viehtreck-Pioniers Charles Goodnight aus Texas, retteten diese Tiere den Fortbestand der Gattung. Heute gibt es etwa 80 000 Büffel im Westen.

Die Legende spricht auch vom ,,Weissen Büffel", er war den Indianern heilig, weil er sie in die ewigen Jagdgründe mitnahm.

Bisons - Essen?

Heute wird der Büffel oder Bison auch auf den Farmen gezüchtet,um ihn als Rinderersatz zu essen!

Die Wilden aus dem Westen

PLUS ESSEN + TRINKEN / Weil es gut schmeckt, wenig Kalorien hat und frei von Zusätzen ist, liegt Büffelfleisch in der Gunst der Amerikaner weit vorn. Zunehmend kommen aber auch die Europäer auf den Geschmack saftiger Steaks vom Wildrind
Aus John-Wayne-Filmen kennt man ihn. Oder aus der Western-Abteilung im Erlebnis-Zoo. Eine wichtige Rolle spielt der Büffel jetzt als Fleischlieferant für Feinschmecker in den Vereinigten Staaten.
Büffel ist so amerikanisch wie Apple pie. Touristen kamen in den letzten Jahren mehr und mehr auf den Geschmack und verspeisten in 'Western Style'-Restaurants saftige Büffel-Burger. 'Auch in vielen Luxusrestaurants ist Büffel der neue Trend', sagt Vernon Jackson, Chef der Frontier Buffalo Company in Manhattan, einer von sechs Firmen, die das Wildrindfleisch in den Staaten vertreiben.

Überzeugt hat vor allem die Qualität des Fleisches mit der süßfruchtigen Note. 'Es erinnert an außergewöhnlich aromatisches Rind', urteilt die US-Gourmet-Zeitschrift 'Saveur'. Der intensive Geschmack ist das Ergebnis artgerechter Haltung ohne Industriefutter. 'Wir lassen die Tiere einfach in Ruhe', sagt Jackson. 'Wir sorgen nur für frisches Wasser und gutes Gras.'

Büffelfleisch hat wenig Cholesterin, und mit drei Gramm Fett pro 100 Gramm ist es sogar nur halb so fett wie Hühnchen. Es hat knapp halb soviel Kalorien (120 auf 100 Gramm) wie Rind, dafür 30 Prozent mehr Protein und 69 Prozent mehr Eisen, was dem Fleisch eine dunklere Farbe verleiht. Serviert wird es am besten medium, weil es so die meiste Würze hat. Wegen des hohen Eiweißgehalts und der faserigen Struktur braucht es nur die Hälfte der Zeit, die ein Stück Rind in der Pfanne brutzeln muß.

Ted Turner hat das Büffel-Geschäft schon vor Jahren entdeckt. Der Medienmogul besitzt Herden in Montana und New Mexico, insgesamt 16 000 der bis zu einer Tonne schweren Tiere. Wenn einer wie Turner auf Büffel setzt, lohnt es bestimmt, dachte sich Jackson vor fünf Jahren, als er noch Wall-Street-Broker war. Er fuhr nach Kanada und kaufte zwei Büffel. Heute, mit 41 und einer Mähne wie Buffalo Bill, hat der Ex-Banker seine eigene Farm mit 400 Bisons, wie die Tiere richtig heißen, die verwandt sind mit den Wasserbüffeln in Asien oder den Kaffernbüffeln in Afrika.

Für die Indianer war der Büffel 'Gottes Geschenk an die Menschheit'. Aus seinem Fell haben sie Kleidung, aus den Knochen Waffen und aus den Hörnern Trinkbecher gemacht. Sein Fleisch war ihr Hauptnahrungsmittel. Zu Beginn des Jahrhunderts beinahe ausgerottet, gibt es heute wieder etwa 250 000 Büffel in Nordamerika. Und jedes Jahr wächst ihre Zahl um 20 Prozent. 'Daß das Fleisch der Tiere so gut schmeckt, sichert ihrer Art nun die Existenz', sagt Jackson.

Und die von Jackson: 10 000 Kilo Fleisch liefert er monatlich an Restaurants an der amerikanischen Ostküste, fast 90 Lokale allein in New York. In Robert De Niros 'Tribeca Grill' finden seine 'Hanger Steaks' trotz des saftigen Preises von 28 Dollar reißenden Absatz.

Nach Europa werden monatlich rund 10 000 Kilo Büffelfleisch exportiert. Auch in Deutschland kommt man langsam auf den Geschmack des Wilden Westens. Die Feinschmeckerei Gareis* in Barbing hat sich seit zwei Jahren neben anderen Delikatessen auf Büffel spezialisiert. Rund eine Tonne Fleisch pro Jahr verkaufen die Bayern in Deutschland, Österreich und der Schweiz vom Wildrind. Zwar ist es zur Zeit fast dreimal so teuer wie normales Rindfleisch, doch 'außer seiner Naturbelassenheit und dem guten Geschmack', meint Fritz Gareis, hat Büffelfleisch noch einen ganz großen Vorteil: 'Auch wer nicht viel Ahnung vom Kochen hat und das Fleisch einfach ganz durchbrät, kann es damit nicht verderben.'

BIANCA LANG

Aus STERN Ausgabe: 29 vom 15-07-1999, Seite: 86.

Reise durch die Prärie

Ein Reisebericht aus unserer Zeit

 

Die Prärie ist voller Leben. Die kreisenden Adler am blauen Himmel sind nach einigen Tagen schon selbstverständlich geworden und nun hören wir zum ersten Mal die schrillen Schreie der Präriehunde. Etwas kleiner als eine Katze sitzen sie meist am Eingang ihrer Erdhöhle und warnen ihre Familienmitglieder vor Feinden - so auch vor uns, die wir versuchen mit der Kamera ihnen näher zu kommen. Am Abend zuvor wurden wir bei einem Vortrag im Nationalpark von Wendo, einer Rangerin, sehr anschaulich über das Verhalten der Blacktail-präriedogs aufgeklärt. In ihrer Diashow hatte sie auch von Bisonherden gesprochen, die es in den Badlands wieder geben soll. Ich wollte es ihr nicht glauben, doch kaum das wir die »loop road«, die Straße durch den Park verlassen haben und unser Wohnmobil auf der Schotterpiste 590 Richtung Nordwesten steuern, tauchen sie plötzlich auf: einige hundert Exemplare, die friedlich über die Prärie ziehen.

Vorsichtig nähern wir uns ihnen, schleichen uns mit dem Teleobjektiv in der Hand an und fühlen uns wie einst die Indianer. Wie nah lassen sie uns wohl heran? Mein Herz klopft mit jedem Schritt schneller. Dort eine Mutter mit ihrem Kind. Doch nun dreht sich ein stattlicher Bulle langsam um und trottet mit zottiger Mähne ruhig aber zielsicher auf uns zu. Dies ist ein deutliches Zeichen, daß wir nun in ihr Territorium eingedrungen sind. Ich bedanke mich bei ihnen für den Fototermin und trete den Rückzug an. Erst jetzt nehme ich den starken Duft von Minze und Salbei wahr, entdecke dazwischen glitzernde Quarze, Heuschrecken springen wie Ping-pong-Bälle davon. Nur auf die Begegnung mit einer Klapperschlange kann ich gut verzichten. Vor meinem geistigen Auge taucht eine Schar Sioux auf, die auf ihren Ponys direkt auf die Bisonherde zureiten, ihre Pfeile dringen in einige Tiere ein, die dann in der Prärie zurückbleiben... Dies ist Vergangenheit - heute fahren auch die Indianer mit Pickup oder Chevrolett und der Bison steht unter Naturschutz.