Bis zum Ende

 

An alle die Ihren liebsten verloren haben,denn ich habe mein Schäferhund vor 5 Jahren verloren und habe dann dieses bekommen.....
Wenn es so weit ist Bin ich dereinst gebrechlich und schwach und quälende Pein hält mich wach,was Du dann tun mußt,tue ich allein.Die letzte Schlacht wird verloren sein. Das Du sehr traurig,verstehe ich wohl.Dein Hand vor Kummer nicht zögern soll.An diesem Tag - mehr als jemals geschen - muß Deine Freudschaftdas Schwerste bestehn.
Wir lebten zusammen in Jahren voll Glück.Furcht vor dem Muß?Es gibt kein Zurück.Du möchtes doch nicht, daß ich leide dabei.Drum gib,wenn die Zeit kommt,bitte mich frei.
Begleite mich dahin,wohin ich gehen muß.Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluß.Und halte mich fest und red mir gut zu,bis meine Augen kommen zu Ruh.
Mit der Zeit - bin ich sicher - wirst Du es wissen,es war Deine Liebe,die Du mir erwiesen.Vertrautes Wedeln ein leztes Mal - Du hast mich befreit von Schmerz und Qual.
Und gräme Dich nicht,wenn Du es einst bist,der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint
Es darf nich sein,daß Dein Herz um mich weint.
Dieses konnte ich erst 14 Tage später lesen auch jetzt als ich es für Euch schrieb,war mir es sehr warm ums Herz,obwohl ich neben mir noch 1Hund liegen.Hoffendlich hilft euch das etwas.

Mein Hund ist gestorben!

 

Ich begrub ihn im Garten, neben einer alten verrosteten Maschine.
Dort, nicht weiter unten, nicht weiter oben,
wird er sich einmal mit mir vereinen.
Jetzt ist er weg, mit seiner Haarfarbe,
seiner üblen Erziehung, seiner kühlen Nase.
Und ich, Materialist, der nicht daran glaubt,
daß es den verheißenen himmlischen Himmel für irgendeinen Menschen gibt,
glaube für diesen Hund oder für jeden Hund an den Himmel,
ja, ich glaube an einen Himmel, in den ich nicht komme,
doch wo er mich erwartet, seinen Fächerschwanz schwenkend,
damit es mir bei der Ankunft nicht an Freundschaft fehle.

Ach, ich will nicht von der Traurigkeit reden,
daß ich ihn hier auf Erden nicht mehr als Gefährten habe,
ihn, der mir niemals ein Diener gewesen ist, er hegte für mich Igelfreundschaft,
die seine Unabhängigkeit wahrte, die Freundschaft eines selbständigen Sterns,
ohne überflüssige Vertraulichkeit, ohne Übertreibungen: Er sprang nicht an meiner Kleidung empor,
bedeckte mich nicht mit Haaren und Schorf,
er rieb sich nicht an meinem Knie, wie es andere, geschlechtsbesessene Hunde tun.

Nein, mein Hund schaute mich an, schenkte mir die Aufmerksamkeit,
die ich brauchte, soviel Aufmerksamkeit wie nötig ist,
um einen Eitlen begreifen zu lassen, daß er, als Hund mit diesen Augen, reiner als die meinen,
die Zeit verlor, doch er schaute mich an mit dem Blick,
der sein ganzes zotteliges Leben für mich bereithielt, sein verschwiegenes Leben
dicht bei mir, ohne mich je zu belästigen und ohne irgendwas von mir zu verlangen.

Ach, wie oft wünschte ich mir einen Schwanz,
wenn ich neben ihm ging über die Ufer der See, im Winter von Isla Negra, in der großen Einsamkeit:
Droben die Luft durchschossen von eisigen Vögeln,
und hüpfend mein Hund, truppig,
erfüllt von der wellenwerfenden Kraft elektrischer Meeresspannung,
mein streunender, schnupperseliger Hund,
hissend den goldenen Schweif im Anblick des Oceans und seiner Gischt.

Fröhlich, fröhlich, fröhlich, wie Hunde glücklich sein können,
einfach so, mit der Unumschränktheit unverschämter Natur.

Kein Adieu für meinen Hund, der gestorben ist.

Zwischen uns gibt es und gab es keine Lüge.
Er ist weg und ich begrub ihn, und das war alles.

 

Mein kleiner Hund und ich,


wir gehn durch alle Türen. Wir suchen dich. Wir suchen mich. Wir weinen und wir frieren.
Der Regen kreiselt gross im See, wirft Ringe in der Runde. Ich weiss nicht, wo ich geh und steh mit meinem kleinen Hunde. 

Die Welt ist weit. Und weit bist du. Wo enden Weg und Reise? Ich hör' dem grossen Regen zu - mein kleiner Hund bellt leise. 

Ich find dich nicht. Ich find mich nicht. Mit dir ging ich verloren. Mein Hund blickt trüb, und mein Gesicht presst sich an seine Ohren.

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