1.Die zwölf Götter des Olymp


Zeus. Er war Sohn des Kronos und der Rhea, und entthronte 
seinen Vater als er im Mannesalter war. Dadurch wurde er
 zum König der Götter nachdem er auch noch viele, harte
 Kämpfe gegen Titanen und Giganten hinter sich brachte. 
Danach erstellte er die 12 des Olymp bestehend aus seinen 
Geschwistern und Kindern, und schaute auf die 
Welt herab von den Gipfeln des Berges.
Von den Griechen wurde Zeus in vielen verschiedenen 
Formen, zumeist als Schutzpatron, verehrt:

- Zeus Herkeois: Schützer des heimischen Herdes
- Zeus Xenios: stehend für die Gastfreundschaft
- Zeus Polieus: Schützer des Staates
- Zeus Orkios: auf keinen Eidbruch achtend
- Zeus Soter: Schutzgott und Wohltäter

Ihm zu Ehren wurden zwei Kultstätten errichtet, das Zeus-Orakel
 in Dodona (vergleichbar mit dem Orakel des Apollon in Delphi)
 und dem Zeus-Heiligtum in Olympia. Künstlerisch 
wurde er als würdiger, bärtiger Mann mit dem 
Machtsymbol Szepter und den Kraftsymbolen Adler und Blitz dargestellt.
Im Mannesalter heiratete er Hera, die Tochter des Kronos 
und der Rhea und wurde somit zum Vater von 
Eileithyia (Geburtsgöttin), Ares (Kriegsgott), 
Hebe (Göttin der Jugend) und Hephaistos (Schmiedegott).
Dennoch hatte er neben diesen Kindern noch mehrere 
Nachkommen gezeugt durch Seitensprünge mit anderen 
Göttinnen und Sterblichen. Gegen Zeus’ Untreue konnte selbst
 seine eifersüchtige Gattin Hera nichts Großartiges ausrichten,
 sie musste sich zwangsläufig der Allmacht ihres Gatten beugen. 
Zeus wollte nun mal seine physische und psychische Kraft
 möglichst oft weitergeben. Neben diesen Aktivitäten jedoch blieb 
es dabei, dass er auf die Weltordnung Acht gab & der 
mächtigste aller Götter war.


Die Göttin Hera,
die aus der Verbindung zwischen Kronos und Rhea entstammt, 
wurde von Zeus als Gemahlin auserwählt und damit zur Göttin des Olymp erhoben. 
Als Göttin des Göttervaters war sie die Verkörperung der Weiblichkeit 
und war Beschützerin der Ehegatten und deren Kinder. Aus ihrer Ehe mit Zeus 
entsprangen vier Kinder (s. Zeus). Der Hera-Tempel, der ca. 600 v. Chr. 
erbaut wurde, ist heute noch in Olympia zu besichtigen


Athena
war eine Tochter des Zeus und der Okeanidin Metis. 
Sie erbte vom Vater die Gabe der Weisheit und besaß Klugheit 
und Erfindungsgabe. In friedlichen und auch kriegerischen 
Angelegenheiten zeichnete sie sich durch ihr Geschick und 
ihren wachen Verstand aus. Aufgrund verschiedener 
Charaktereigenschaften bekam sie mehrere Namen zugeschrieben:
-Ahtena Ergane ( Schutzherrin der Handwerker)
-Athena Promachos (Göttin des Krieges)
-Athena Parthenos / Athena Pallas (Göttin der Jungfräulichkeit)
Die Göttin zeigte sich ungezähmt und absolut selbständig, 
deshalb ging sie auch keine Ehe ein. Durch diese Eigenschaften 
war sie beim Volk sehr beliebt und schenkte den Athenern zum 
Dank der ihr entgegengebrachten Ehre einen Olivenbaum, 
wodurch sie als Beschützerin  der Stadt galt.


Aphrodite. Als Uranos von Kronos entmannt worden war,
 fiel sein Samen ins Meer, und aus ihm wurde Aphrodite geboren.
Nachdem sie aus dem Meer kam, blendete sie die 
Welt mit ihrer Schönheit. Aphrodite galt als Göttin 
der Liebe, sie schenkte den Menschen die Leidenschaft 
und verleitete sie dadurch zur Ehe und zum Ehebruch. 
Ihre Wünsche wurden von dem sie begleitenden geflügelten 
Eros ausgeführt, der ihre Opfer mit seinem Pfeilen traf. 
Sie bezauberte alle mit ihren Reizen, sowohl Götter 
als auch Menschen wollten ihre Gunst erringen.
Sie war mit Hephaistos verheiratet, doch es war keine 
Ehe aus Liebe, denn sie hatte noch ein Verhältnis mit Ares,
 woraus die Tochter Harmonia (Vollkommenheit) entstand.



Apollon war der Sohn des Zeus und der Leto und hatte 
Artemis als Schwester. Er war ein wunderschöner 
Knabe und war mit Schlauheit ausgestattet. Der Gott 
galt als Lehrmeister und Patron der Musik, hatte jedoch
 sein Instrument, die Lyra, nicht selbst erfunden. Seinem 
Sohn Asklepios verriet er Geheimnisse der Natur und 
verlieh ihm die Gabe, Leiden und Krankheiten der Welt 
zu heilen, da Apollon mit der Heilkunst vertraut war. 
Außerdem war er ein meisterhafter Bogenschütze 
und ging oft mit seiner Schwester auf die Jagd.
Deshalb zählte auch der Bogen zu seinen Attributen, 
wie auch die Palme, die Lyra, der Dreifuß, der Ornphalos 
und der Lorbeerzweig (gr.daphne).Seine Geliebte war die 
Nymphe Daphne, die von ihrem Vater in einen Lorbeerzweig 
verwandelt wurde.
Er kam auch bei der NASA zu Ehren.


Ares war ein Sohn des Zeus und der Hera. Die Geburtsgöttin
 Eileithyia, Hebe, die Göttin der Jugend und Athena 
waren seine Schwestern. Er hingegen war der 
Gott des Krieges und liebte so Schlachten und 
blutige Auseinandersetzungen.
Sein Temperament war aufbrausend und aggressiv. 
Aufgrund seines Wesens war bei den übrigen Göttern 
nicht sehr beliebt. Seine Unbeliebtheit wurde auch noch 
durch die Affäre mit Aphrodite verstärkt, deshalb wurde 
er für einige Zeit vom Olymp verbannt. Er schreckte sogar 
nicht davor zurück seinen Sohn Halirrhothios kaltblütig 
zu ermorden.


Die Jagdgöttin Artemis war die Schwester des Apollon 
und die Tochter von Zeus und Leto. Sie besaß die 
Fähigkeit alle wilden Tiere zu zähmen und Untiere 
zu ergreifen, womit sie die Natur und die Jungtiere
 schützte (Herrin der Tiere ). Außerdem schützte sie
 die Jungfrauen und die Geburt. Sie wurde somit von 
den Frauen auch während der Ehe verehrt, 
obwohl sie selbst nicht verheiratet war.


Demeter war die Tochter des Kronos und der Rhea, 
ihr Bruder war Zeus, mit dem sie eine Tochter hatte.
Sie war für das Wachstum und den Ackerbau zuständig. 
Da ihre Tochter von Pluto entführt wurde, durchstreifte
 sie die ganze Welt auf der Suche nach der Tochter Persephone. 
Der Persephone-Mythos erklärt den Wechsel der Jahreszeiten
 und symbolisiert den Wechsel von Leben und Tod. Die Göttin, 
die zusammen mit ihrer Mutter für das Wiedererstarken 
der Natur sorgte lehrte die Menschen den Ackerbau.


Dionysos war Sohn des Zeus und der schönen Semele. 
Jedoch wurde er nur von seinem Vater Zeus allein 
geboren (wie Athene), indem er als noch ungeborenes
 Kind aus Semeles Leib gezogen wurde und in Zeus’ 
Schenkel großgezogen wurde, nachdem Hera Semele 
aus Eifersucht tötete. Er wurde zum Gott des Weines, 
des Vergnügens und des Theaters. Er brachte den 
Wein in die Welt durch Ikarios, dem er das Keltern 
beibrachte, welcher jedoch getötet wurde, da seine 
ersten Weingäste, verwirrt durch die ungewohnte 
Trunkenheit, ihn für einen Giftmischer hielten. Seitdem
 jedoch wurde/wird der Wein auf jeglichen Festen aus 
so genannten Kratern im Verhältnis 1:3 mit Wasser 
vermischt, getrunken. Ihm zugrunde liegend entstanden
 die „orgiastischen“ Rituale, wobei die Menschen in 
dionysischen Taumel versetzt wurden um dem Alltag 
singend und tanzend zu entfliehen, wobei der 
Geist des Gottes in Seele und Verstand des Menschen
 eindrang. Daraus entstand das Theater, da des 
Schauspielers Charakter ebenfalls sozs. von einer fremden
 Persönlichkeit gelenkt und beherrscht wird. D. wurde 
häufig mit einer Traube namens Thyrsos, einem mit 
Efeu umrankten Stab namens Kantharos, einem Weinbecher 
und dem Fell des heiligen Tieres, dem Panther dargestellt.
Seine Anhänger nannte man Thiasos, bestehend aus Satyrn 
(Mischwesen aus menschlichen Körpern und Bocksbeinen) 
und Mänaden ( versuchten in dionysischer Raserei den Gott 
selbst zu verkörpern), mit denen er stets umherzog, wobei 
er bei einem dieser Umzüge seine Ehefrau 
Ariadne (Tochter des Minos) kennenlernte.
Thiasos ist die heutige Bezeichnung für griechische
 Schauspieler auf einer Tournee stammend von der 
damaligen Bedeutung.


Der Gott Hephaistos entstand aus der Ehe des 
Übergottes Zeus und der Göttin Hera. Er war ein 
exzellenter Handwerker und wurde demnach zum 
Schmiedegott ernannt. Seine Mutter, Hera, verstieß 
ihn aufgrund seiner andersartigen Erscheinungsform 
aus dem Olymp. Hephaistos rächte sich an der Kaltherzigkeit
 seiner Mutter, indem er den Goldenen Kelten Thron baute.


Poseidon war Sohn des Kronos und der Rhea und damit 
der Bruder der Göttin Hera. Nachdem sein Bruder Zeus 
den Thron bestiegen hatte, machte dieser ihn zum 
Herrscher über Meere, Flüsse, Seen und Quellen. 
Sein Attribut war der Dreizack, der zugleich auch 
eine furchtbare Waffe darstellte. Er kämpfte mit diesem 
Dreizack gegen seine Gegner und wühlte damit das Meer auf.
Poseidon war für seinen jähzornigen Charakter bekannt,
 weshalb sowohl die Sterblichen als auch die Unsterblichen
 ihn fürchteten. Die Seeleute baten um seinen Segen,
 damit ein ruhiger Verlauf der Fahrt gewährleistet war. 
Das Geschenk, das Poseidon den Menschen machte,
 war die Schöpfung des Pferdes. Er war auch der Vater 
des Flügelpferdes Pegasos, das aus dem Hals der 
Medusa geboren worden war.


Hermes war der Sohn des Zeus’ und der Maia (Tochter des Atlas)
 und zeichnete sich seit dem Kindesalter durch Lebendigkeit,
 freies Leben in der Natur und dem Spielen von Streichen
 aus. Hauptsächlich jedoch war er der Bote 
der Götter um Beschlüsse zu übermitteln. 
Missionen auszuführen und sogar um die Seelen der 
Verstorbenen in den Hades zu geleiten (Hermes Psychopompos).
Ebenso war er auch Gott des Handels, des Hauses und 
der Reisen, genannt Hermes Propylaios. Da er als Schutzpatron
 der Reisenden fungierte wurden ihm zu Ehren die 
sog. Hermessäulen (Pfeiler + Hermesbüste), welche 
zur Straßenkennzeichnung dienten, errichtet. Hermes 
schützte jedoch auch die Diebe und Verbrecher, da es ihn
 amüsierte, wenn Menschen oder Götter übertölpelt wurden.
 Er hatte die Nachfolge der Iris angetreten, welche die 
erste Götterbotin war und nach Hermes’ Einsatz 
als Mittlerin zwischen den Göttern zuständig war.
Hermes wurde immer mit einem Kerykeion (griech: keryx), 
welches ihn als Boten von Befehlen oder Ereignissen auswies. 
Flügelschuhen und dem Petasos, einem Hut mit Flügeln, 
und zuweilen auch mit der Lyra, einem Musikinstrument 
aus einem Schildkrötenpanzer dessen Erfinder 
er war und welches er Apollon schenkte.
Iris wurde ähnlich dargestellt mit Kerykeion und Flügelschuhen,
 und da ihr nachgesagt wurde, sie käme bis an die Grenzen 
der Welt, wurden die Regenbogenfarben
 als „Farben der Iris“ bezeichnet.


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